Wer rettet die Verbraucher vor dem Versicherungskäse?

Dass die Versicherungsbranche ein schlechtes Images hat, ist hinlänglich bekannt. Ein Grund, sich den Versicherungskäse mal genauer anzuschauen. Googelt man beispielsweise „Versicherungsbranche“ und „schlechter Ruf“ findet man viele Artikel. Der erste Google-Eintrag ist von FAZ.net aus dem Jahr 2012. Unter der Überschrift „Versicherer wehren sich gegen schlechten Ruf“. In dem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht es darum, wie Versicherer ihr Image aufpolieren wollen. Als Beispiel wurde der Marktführer Allianz vorgestellt, der damals erstmals einen Kundenbericht vorlegte, sein Wettbewerber Ergo installierte einen Kundenanwalt, der sich um Verbraucher kümmert, die sich ungerecht behandelt fühlen. Und Lobbyfunktionäre arbeiteten fleißig Kodizes aus. So entwarf der Branchenverband GDV einen Verhaltenskodex für den Vertrieb und der Vermittlerverband BVK ließ seine Mitglieder freiwillig auf ein Leitbild des Ehrbaren Kaufmannes schwören. Doch schon damals stellte die Frankfurter Allgemeine Zeitung fest: „Unklar ist bislang nur, was der Kunde davon hat.“

In dem Artikel wird auch Axel Kleinlein zitiert, der damals neu beim Bund der Versicherten angeheuert hatte und etwas anmaßend feststellte:
„Es ist ja bemerkenswert, dass sich die Branche bemüßigt fühlt, in diese Richtung zu gehen‘, sagte Axel Kleinlein, der seit Herbst dem Bund der Versicherten vorsteht. ‚Herrschte vorher etwa ein anderes Verständnis vor?‘, fragt er. Auch die Idee eines Kundenanwalts hält der Verbraucherschützer für ein Mittel, sich zu profilieren. Von der Branche verlangt er transparentere und einfachere Produkte.“ Soweit das Zitat der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Einfache und transparente Produkte sind sicher der richtige Weg, damit die Kunden endlich verstehen, was sie dort abschließen. Doch was hat die Forderung von Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten tatsächlich gebracht? Schützen seine Aktivitäten die Verbraucher? Hat sich das Image der Branche oder die Branche an sich geändert, seit Kleinlein im Amt ist? Die Antwort ist ganz klar: NEIN! Auch Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten hat viele bunte Ideen, die am Ende nicht helfen, den Versicherungskäse zu verhindern. Die Verbraucher werden auch durch Vereine wie den Bund der Versicherten nicht geschützt. Leider einmal mehr: Außer Spesen nichts gewesen.